Hallenordnung und Sicherheits-bestimmungen

liebe Südwand-Kletterer,

anbei haben wir euch die wichtigsten Regeln und Bestimmungen zusammengefasst, die für uns alle in der Südwand Kletterhalle gelten. Lest euch die Hallenordnung in Ruhe durch. Bei Fragen steht euch das Südwand-Team jederzeit zur Verfügung. Viel Spaß beim Südwand-Klettern.


ALLGEMEIN

Geltungsbereich: diese Hallenordnung gilt für alle Räumlichkeiten der Kletterhalle Südwand in Anif.

Der Kauf einer Eintrittskarte und die schriftliche Registrierung mit dem Anmeldeformular sind Voraussetzung, um in der Kletterhalle Südwand zu klettern. Das Klettern ist dennoch mit einem nicht kalkulierbaren Restrisiko verbunden und erfordert daher ein hohes Maß an Eigenverantwortung und Umsicht. Das eigenständige Klettern und der Aufenthalt in den Räumlichkeiten der Kletterhalle Südwand erfolgt auf eigene Gefahr. Die Kletterer/innen werden nicht beaufsichtigt. Minderjährigen unter 14 Jahren ist der Eintritt nur in Begleitung von Erwachsenen gestattet. Minderjährige ab dem vollendeten 14. Lebensjahr bis zum vollendeten 18. Lebensjahr benötigen die Unterschrift eines Erziehungsberechtigten. Diese Unterschrift muss in den Räumlichkeiten der Kletterhalle Südwand erfolgen – Eltern haften für ihre Kinder. Die Kletterhalle Südwand kann keine Haftung für verlorene Wertgegenstände übernehmen. Die Kletterhalle Südwand darf nicht unter dem Einfluss von Alkohol oder anderen Drogen benützt werden. Es dürfen in der Kletterhalle keine zerbrechlichen Gefäße wie z. B. Glasflaschen, etc. verwendet werden. Den Anweisungen der Mitarbeiter/innen der Kletterhalle Südwand ist Folge zu leisten. Wer gegen diese Hallenordnung oder die Anweisungen der Mitarbeiter/innen der Kletterhalle Südwand verstößt, kann von der Benutzung der Anlage ausgeschlossen werden. In diesem Fall entsteht kein Anspruch auf Rückerstattung des Eintrittspreises.

Mehrfachkarten: Im Falle einer Verletzung, Umzug, Urlaub o.ä. werden Jahres und ½ Jahreskarten nicht verlängert oder Ersatz für die verlorene Zeit geleistet.


SICHERHEIT

Es dürfen nur jene Benutzungsarten (Bouldern/Toprope/Vorstieg) angewandt werden, für die nach der Anmeldung eine Berechtigung besteht. Keinesfalls dürfen die in der Kletterhalle gemeisterten Schwierigkeitsstufen als direkter 1:1 Maßstab für das Klettern am natürlichen Fels oder gar im alpinen Gelände übernommen werden. Bei den Boulder,- Vorstiegs- und Topropewänden sind die Sturzräume im Einstiegsbereich freizuhalten. Es darf nie unter einem/r Kletterer/in geklettert werden. Vor jedem Klettern ist unbedingt ein Partner/innencheck durchzuführen. Griffe, Tritte, Haken, Express-Schlingen, Umlenker, Topropeseile dürfen von den Kletternden nicht neu angebracht, verändert oder entfernt werden. Künstliche Klettergriffe können sich unvorhersehbar lockern oder brechen und dadurch die Kletternden und andere anwesende Personen gefährden oder verletzen. Obwohl die Griffe vom Personal der Kletterhalle Südwand gewissenhaft gesetzt wurden, bleibt daher ein Restrisiko. Desgleichen ist mit dem Herabfallen von Klettermaterial zu rechnen – wir empfehlen die Verwendung eines Helms.

Bitte meldet lockere oder beschädigte Griffe und Tritte an das Team der Kletterhalle Südwand. Sämtliche verwendete Ausrüstung muss ausschließlich den aktuellen Normen entsprechen. Um Verletzungen vorzubeugen, empfehlen wir vor dem Klettern ausreichend aufzuwärmen. Das Klettern ist nur mit Kletterschuhen oder Hallenschuhen (kein Abrieb) erlaubt. Aus hygienischen Gründen ist das Klettern in Straßenschuhen, Socken oder barfuss nicht gestattet. Beim Klettern dürfen wegen Verletzungsgefahr keine Uhren, Ringe, Schmuckstücke, Armbänder, etc. getragen werden. Körperschmuck (Piercings, etc.) ist vor dem Klettern zu entfernen, abzudecken bzw. abzusichern. Offene lange Haare zusammenbinden!


BOULDERN

Bouldern (seilfreies Klettern in Absprunghöhe) ist ausschließlich an den bezeichneten Boulderwänden erlaubt. Übereinander Klettern birgt die Verletzungsgefahr des Unteren durch den Absturz des oberen Kletterers. Bouldermatten sind Sturzraum und daher freizuhalten; herabfallende Griffe und abspringende oder stürzende Kletternde können Verletzungen hervorrufen. Beim Probieren von schwierigen Zügen empfehlen wir zu spotten, damit ist die Absicherung des Kletterers im Falle eines Sturzes durch Kletterpartner gemeint. Kinder sind von den Begleitpersonen darauf hinzuweisen, dass das Spielen auf den Bouldermatten nicht erlaubt ist. Es besteht durch abstürzende Kletterer erhebliche Verletzungsgefahr.


SEILKLETTERN

Jeder Seilkletterer, jede Seilkletterin muss die verwendeten Sicherungsmittel beherrschen. Es ist immer nur ein/e Kletterer/in pro Sicherungslinie erlaubt. Ein Ausqueren aus den Routen ist nicht gestattet! Es ist mit höchster Aufmerksamkeit zu sichern – die Verwendung von Mobiltelefonen, Mp3-Playern oder ähnlichem während des Kletterns/Sicherns ist nicht gestattet – kein Sichern im Liegen oder Sitzen. Es dürfen nur normgeprüfte Sicherungsgeräte verwendet werden. Wir empfehlen die Verwendung eines Tubers. Bei Fehlbedienung des Sicherungsgerätes besteht akute Lebensgefahr im Falle eines Sturzes des Kletterers! Die Seilenden sind immer mit einem Knoten ins Ende des Seils zu Sichern. Damit alle Routen beklettert werden können, müssen die verwendeten Seile mindestens 50m lang sein. Vorsicht bei großen Gewichtsunterschieden zwischen den Kletterpartner/innen. Bei zu großen Gewichtsunterschieden ist ein Halten eines Vorstiegssturzes nicht mehr möglich – Absturzgefahr! Es darf immer nur 1 Seil in eine Umlenkung eingehängt werden. (Andernfalls: Durchschmelzungsgefahr!)

Die Kletterpartner/innen müssen langsam und gleichmäßig abgelassen werden. Vor dem Ablassen, Seil immer in beide Umlenkkarabiner einhängen und Kontakt mit dem/der Kletterpartner/in aufnehmen. Topropeklettern an Zwischensicherungen ist verboten. Wird die Umlenkung am Ende einer Route nicht erreicht, muss das Seil abgezogen werden. Von der Kletterhalle Südwand eingerichtete Topropeseile dürfen nicht verändert werden.

Topropeklettern an überhängenden Wänden ist nicht gestattet.An der Vorstiegswand ist des Weiteren auch das Klettern im Nachstieg verboten. Hier darf aus Sicherheitsgründen nur im Vorstieg geklettert werden! Falls beim Topropeklettern mit Karabinern ins Seil eingehängt wird, sind unbedingt 2 Schraubkarabiner oder gleichwertige verschließbare Karabiner gegengleich einzuhängen. Bei Toprope-Stationen ist immer darauf zu achten, dass das Seil immer durch eine doppelte Umlenkung (2 geschlossene Karabiner o.ä.) am Top läuft. Beim Vorstiegsklettern muss jede in der Route vorhandene Zwischensicherung eingehängt werden.

Beim Vorstiegsklettern müssen sich die Kletternden direkt ins Seil einbinden! Wir empfehlen das direkte Einbinden ins Seil mittels Achterknoten.


GRUPPEN und EXTERNE KURSE

Bei Gruppen haften die jeweiligen Leiter/innen für das Einhalten der Hallenordnung durch die Gruppenmitglieder. Die Leiter/innen müssen volljährig sein. Kurse dürfen nur nach erfolgter Anmeldung und Genehmigung durch die Kletterhalle Südwand abgehalten werden.